{"id":222,"date":"2020-07-24T21:37:00","date_gmt":"2020-07-24T19:37:00","guid":{"rendered":"https:\/\/cgmbw.de\/?p=222"},"modified":"2022-12-11T21:41:31","modified_gmt":"2022-12-11T20:41:31","slug":"cgm-kritisiert-entschieden-die-erzielten-ergebnisse-und-das-zustandekommen-des-eckpunktepapiers-bei-bosch-as-in-schwaebisch-gmuend","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/cgm-bw.de\/?p=222","title":{"rendered":"CGM kritisiert entschieden die erzielten Ergebnisse und das Zustandekommen des Eckpunktepapiers bei Bosch AS in Schw\u00e4bisch Gm\u00fcnd"},"content":{"rendered":"\n<p>Die CGM kritisiert, dass getroffene Einigung leider keine zukunftssichernde Wirkung am Standort Schw\u00e4bisch Gm\u00fcnd entfalten kann, da dem Abbau von etwa 1850 Stellen bis Ende 2026 bisher keine wirklich belastbaren Garantien in der Arbeitsplatz- und Standortsicherung gegen\u00fcberstehen. Diese werden im Eckpunktepapier sogar ausdr\u00fccklich vom zuk\u00fcnftigen operativen Ergebnis abh\u00e4ngig gemacht. Eine Verlagerung der Arbeitspl\u00e4tze an weniger lohnkostenintensive Standorte im Ausland ist damit noch lange nicht vom Tisch.<\/p>\n\n\n\n<p>An der Ausarbeitung des Eckpunktepapiers sind die CGM- Mitglieder im Betriebsrat offenbar ganz bewusst nicht mit beteiligt worden, da in den gebildeten Arbeitsgruppen nur Betriebsr\u00e4te aus der IG Metall Fraktion vertreten waren. Sie verantworten damit allein die Ergebnisse des Eckpunktepapiers. Die CGM- Betriebsr\u00e4te wurden offensichtlich beabsichtigt aus dem Entstehungsprozess herausgehalten. Erst auf der Betriebsratssitzung am 02. Juli 2020 wurden die CGM- Betriebsr\u00e4te \u00fcber die Einigung zwischen den IG Metall Vertretern im Betriebsrat und der Betriebsleitung Schw\u00e4bisch Gm\u00fcnd informiert. Aufgrund dieses Sachverhaltes haben die CGM- Betriebsr\u00e4te entschieden, sich an der Abstimmung \u00fcber das Eckpunktepapier nicht zu beteiligen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dar\u00fcber hinaus wird es am 25. 07. 2020 eine GGM- Mitgliederversammlung f\u00fcr alle Kolleginnen und Kollegen bei Bosch AS in Schw\u00e4bisch Gm\u00fcnd geben, auf der die Betriebsr\u00e4te zusammen mit dem zust\u00e4ndigen Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der CGM- Gesch\u00e4ftsstelle Sulzbach Jan Meyer die Mitglieder informieren und gemeinsam mit den Mitgliedern das weitere Vorgehen abstimmen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Das zw\u00f6lfseitige Papier Standortsicherung und Zukunftskonzept Schw\u00e4bisch Gm\u00fcnd&#8220; legt fest, dass die Belegschaft zwar schrumpfen soll, aber nicht so stark wie es von Bosch AS geplant worden ist. Im Papier wird eine vereinbarte Zielgr\u00f6\u00dfe von rund 3000 Arbeitspl\u00e4tzen genannt, die von den derzeit 4880 Stellen zuk\u00fcnftig am Standort Schw\u00e4bisch Gm\u00fcnd erhalten bleiben sollen. Bosch AS hat im Einigungspapier zugesagt, dass es keine betriebsbedingten K\u00fcndigungen geben soll.<\/p>\n\n\n\n<p>Trotzdem erh\u00f6ht sich bereits jetzt schon der Druck auf die Mitarbeiter. Die betroffenen Kolleginnen und Kollegen, die jetzt schon zu Mitarbeitergespr\u00e4chen mit dem Ziel, das Verlassen des Unternehmens zu forcieren (\u00fcber Altersteilzeit-, Vorruhestands- und Aufhebungsvertr\u00e4ge), eingeladen werden, stehen unter einem schweren pers\u00f6nlichen Druck und haben sich inzwischen an die CGM- Betriebsr\u00e4te mit der Bitte um Unterst\u00fctzung gewandt. Bosch-AS-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Stefan Grosch hatte in der abschlie\u00dfenden Pressekonferenz, die bezeichnenderweise getrennt von der Pressekonferenz der IG- Metall- Betriebsr\u00e4te durchgef\u00fchrt wurde, versprochen das k\u00fcnftige Besch\u00e4ftigungsniveau am Standort \u00fcber das Jahr 2026 hinaus abzusichern. Durch Investitionen von rund 350 Millionen Euro g\u00e4be es langfristig verbindliche Zusagen f\u00fcr den Standort Schw\u00e4bisch Gm\u00fcnd. \u00c4hnliche Zusagen gab es jedoch bereits im Jahre 2017. Damals wurden dem Standort rund 100 Millionen Euro an Investitionen zugesagt und weitere Ma\u00dfnahmen vereinbart, um die Wettbewerbsf\u00e4higkeit des Standorts wiederherzustellen. Gelungen ist das bislang aber nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Die mangelnde Offenheit und Transparenz bei der Aushandlung dieser Einigung, die durch die offensichtlich bewusst vorgenommene Nichteinbeziehung der aus den Reihen der CGM gestellten Betriebsr\u00e4te ganz offen zu Tage tritt, kann ebenfalls eine faire und angemessene Vertretung der Interessen aller Mitglieder der Belegschaft der Bosch AS in Schw\u00e4bisch Gm\u00fcnd nicht sicher stellen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die CGM erwartet deshalb in der Zukunft, dass alle im Betrieb vertretenen Gewerkschaften und ihre Betriebsr\u00e4te in die Informations- und<br>Kommunikationsprozesse der Bosch AS angemessen einbezogen werden. Dies gilt ganz besonders auch f\u00fcr die Zusammensetzung des Zukunftsbeirates.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"724\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/cgmbw.de\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/image-24-724x1024.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-225\" srcset=\"https:\/\/cgm-bw.de\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/image-24-724x1024.png 724w, https:\/\/cgm-bw.de\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/image-24-212x300.png 212w, https:\/\/cgm-bw.de\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/image-24-768x1087.png 768w, https:\/\/cgm-bw.de\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/image-24-1085x1536.png 1085w, https:\/\/cgm-bw.de\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/image-24-1447x2048.png 1447w, https:\/\/cgm-bw.de\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/image-24.png 1500w\" sizes=\"auto, (max-width: 724px) 100vw, 724px\" \/><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die CGM kritisiert, dass getroffene Einigung leider keine zukunftssichernde Wirkung am Standort Schw\u00e4bisch Gm\u00fcnd entfalten kann, da dem Abbau von etwa 1850 Stellen bis Ende 2026 bisher keine wirklich belastbaren Garantien in der Arbeitsplatz- und Standortsicherung gegen\u00fcberstehen. 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