CGM fordert umgehend Verhandlungen des Betriebsrates bei Bosch in Schwäbisch Gmünd.

Pressemitteilung

CGM fordert umgehend Verhandlungen des Betriebsrates bei Bosch in Schwäbisch Gmünd, um durch eine Betriebsvereinbarung den Freizeitausgleich für die geleistete Mehrarbeit der Mitarbeiterinnen auch im Krankheitsfall zu schützen!

Ab 01.01.2021 hat die Bosch AS die bisher praktizierte automatische Umbuchung beim Zusammentreffen von Gleitzeit-/ Freizeitausgleichszeiten mit Arbeitsunfähigkeit einseitig aufgehoben. Dies bedeutet konkret, dass die eingebuchte Gleitzeitfreistellung bzw. der gewährte Freizeitausgleich jetzt nicht mehr unangetastet bestehen bleibt, wenn der Mitarbeiterinnen in diesem Zeitraum arbeitsunfähig erkrankt.

Die CGM kritisiert dieses Vorgehen ganz entschieden, da die Bosch AS am Standort Schwäbisch Gmünd aktuell versucht, den erworbenen Anspruch auf Freizeitausgleich mit dem Wegfall der Arbeitsleistung der Mitarbeiterinnen im Krankheitsfall zu ihren Gunsten zu verknüpfen. Die CGM- Betriebsräte haben deshalb einen entsprechenden Entschließungsantrag in die BER Sitzung am 19.01.2021 eingebracht. Leider wurden die CGM-Betriebsräte auf dieser Sitzung hinsichtlich weiterführender anderer Lösungsmöglichkeiten durch die Mehrheitsfraktion der IG Metaller bis auf Weiteres vertröstet. Aber die Zeit drängt! Nach Überzeugung der CGM-Fraktion muss der Betriebsrat jetzt unverzüglich Verhandlungen mit der Geschäftsleitung aufnehmen, um durch eine entsprechende Betriebsvereinbarung den Freizeitausgleich für die geleistete Mehrarbeit der Mitarbeiterinnen auch im Krankheitsfall zu schützen!

Deine CGM-Betriebsräte setzen sich für Dich ein!

Martin Rott,
Andreas Klatt,
Dieter Leiner,
Walther Heyne,
Maximilian Franke.

CGM kritisiert entschieden die erzielten Ergebnisse und das Zustandekommen des Eckpunktepapiers bei Bosch AS in Schwäbisch Gmünd

Die CGM kritisiert, dass getroffene Einigung leider keine zukunftssichernde Wirkung am Standort Schwäbisch Gmünd entfalten kann, da dem Abbau von etwa 1850 Stellen bis Ende 2026 bisher keine wirklich belastbaren Garantien in der Arbeitsplatz- und Standortsicherung gegenüberstehen. Diese werden im Eckpunktepapier sogar ausdrücklich vom zukünftigen operativen Ergebnis abhängig gemacht. Eine Verlagerung der Arbeitsplätze an weniger lohnkostenintensive Standorte im Ausland ist damit noch lange nicht vom Tisch.

An der Ausarbeitung des Eckpunktepapiers sind die CGM- Mitglieder im Betriebsrat offenbar ganz bewusst nicht mit beteiligt worden, da in den gebildeten Arbeitsgruppen nur Betriebsräte aus der IG Metall Fraktion vertreten waren. Sie verantworten damit allein die Ergebnisse des Eckpunktepapiers. Die CGM- Betriebsräte wurden offensichtlich beabsichtigt aus dem Entstehungsprozess herausgehalten. Erst auf der Betriebsratssitzung am 02. Juli 2020 wurden die CGM- Betriebsräte über die Einigung zwischen den IG Metall Vertretern im Betriebsrat und der Betriebsleitung Schwäbisch Gmünd informiert. Aufgrund dieses Sachverhaltes haben die CGM- Betriebsräte entschieden, sich an der Abstimmung über das Eckpunktepapier nicht zu beteiligen.

Darüber hinaus wird es am 25. 07. 2020 eine GGM- Mitgliederversammlung für alle Kolleginnen und Kollegen bei Bosch AS in Schwäbisch Gmünd geben, auf der die Betriebsräte zusammen mit dem zuständigen Geschäftsführer der CGM- Geschäftsstelle Sulzbach Jan Meyer die Mitglieder informieren und gemeinsam mit den Mitgliedern das weitere Vorgehen abstimmen werden.

Das zwölfseitige Papier Standortsicherung und Zukunftskonzept Schwäbisch Gmünd“ legt fest, dass die Belegschaft zwar schrumpfen soll, aber nicht so stark wie es von Bosch AS geplant worden ist. Im Papier wird eine vereinbarte Zielgröße von rund 3000 Arbeitsplätzen genannt, die von den derzeit 4880 Stellen zukünftig am Standort Schwäbisch Gmünd erhalten bleiben sollen. Bosch AS hat im Einigungspapier zugesagt, dass es keine betriebsbedingten Kündigungen geben soll.

Trotzdem erhöht sich bereits jetzt schon der Druck auf die Mitarbeiter. Die betroffenen Kolleginnen und Kollegen, die jetzt schon zu Mitarbeitergesprächen mit dem Ziel, das Verlassen des Unternehmens zu forcieren (über Altersteilzeit-, Vorruhestands- und Aufhebungsverträge), eingeladen werden, stehen unter einem schweren persönlichen Druck und haben sich inzwischen an die CGM- Betriebsräte mit der Bitte um Unterstützung gewandt. Bosch-AS-Geschäftsführer Stefan Grosch hatte in der abschließenden Pressekonferenz, die bezeichnenderweise getrennt von der Pressekonferenz der IG- Metall- Betriebsräte durchgeführt wurde, versprochen das künftige Beschäftigungsniveau am Standort über das Jahr 2026 hinaus abzusichern. Durch Investitionen von rund 350 Millionen Euro gäbe es langfristig verbindliche Zusagen für den Standort Schwäbisch Gmünd. Ähnliche Zusagen gab es jedoch bereits im Jahre 2017. Damals wurden dem Standort rund 100 Millionen Euro an Investitionen zugesagt und weitere Maßnahmen vereinbart, um die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts wiederherzustellen. Gelungen ist das bislang aber nicht.

Die mangelnde Offenheit und Transparenz bei der Aushandlung dieser Einigung, die durch die offensichtlich bewusst vorgenommene Nichteinbeziehung der aus den Reihen der CGM gestellten Betriebsräte ganz offen zu Tage tritt, kann ebenfalls eine faire und angemessene Vertretung der Interessen aller Mitglieder der Belegschaft der Bosch AS in Schwäbisch Gmünd nicht sicher stellen.

Die CGM erwartet deshalb in der Zukunft, dass alle im Betrieb vertretenen Gewerkschaften und ihre Betriebsräte in die Informations- und
Kommunikationsprozesse der Bosch AS angemessen einbezogen werden. Dies gilt ganz besonders auch für die Zusammensetzung des Zukunftsbeirates.

CGM Ostwürttemberg ehrt verdiente Mitglieder für ihre Treue zur Gewerkschaft

Langjährige Mitglieder und aktuelle Entwicklungen standen im Mittelpunkt der CGM-Mitgliederversammlung in Aalen-Oberalfingen. Rolf Oetinger, Geschäftsführer des Bezirksverbands Ostwürttemberg, und der Vorsitzende Martin Ocker nahmen die Ehrungen für 25, 40, 50 und sogar 60 Jahre vor.

Unter dem Titel „CGM – gemeinsam in eine starke Zukunft“ berichtete Geschäftsführer Oetinger über die geplante Modernisierung der Leistungen und neue Anforderungen im Arbeitsleben. Er versprach: „InZukunft werden wir mit spezialisierten Ansprechpartnern die Fragen unserer Mitglieder noch detaillierter antworten und sie unterstützen.“

Die CGM berät Arbeitnehmer direkt und in allen Belangen rund ums Berufsleben. „Wir ermöglichen unseren Mitgliedern durch individuelle Hilfe ein möglichst sorgenfreies Arbeitsleben.“ ZusätzlicheLeistungen für Arbeitnehmer, Betriebsräte, Auszubildende und Senioren sollen auf dem Bundesgewerkschaftstag an diesem Wochenende beschlossen werden.

Einige Neuerungen wurden bereits umgesetzt. So können sich Mitglieder seit Mai außerhalb der Bürozeiten von Montag bis Freitag zwischen 18 und 22 Uhr und am Samstag und Sonntag zwischen 10 und 18 Uhr an das CGM-Notfalltelefon wenden. Ein Geschäftsführer gibt bei arbeits- und sozialrechtlichen Problem eine Erstberatung.

Auf der Mitgliederversammlung wurden auch Themen wie Elternzeit, betriebliche Kita-Angebote, Industrie 4.0 oder autonomes Fahren diskutiert.

Foto: Der Geschäftsführer Rolf Oetinger (5. von links) und der Vorsitzende Martin Ocker (links) ehren langjährige Mitglieder der CGM Ostwürttemberg.

Warum “Christliche Gewerkschaft Metall“?

Die Christliche Gewerkschaft Metall hat in Deutschland, und in den meisten unserer europäischen Nachbarländer eine lange und gute Tradition, wie unsere Schwestergewerkschaften auch. Wir sind weder Ersatz für Kirchen noch Anhängsel von Parteien, die ebenfalls das „C“ in ihrem Namen führen.

Unser „C“ hat einen anderen Grund!
Wie die allgemeine Politik, so orientiert sich auch Gewerkschaftspolitik an einem bestimmten Menschenbild. Der Stellenwert des Menschen aber wurde und wird höchst unterschiedlich gesehen, je nach Standort des Betrachters.

Ein Kapitalist alter Schule z. B. sieht im arbeitenden Menschen lediglich einen „Kosten- faktor“, der seine Gewinne schmälert; für einen eingefleischten Sozialisten ist der Mensch nur in der Masse interessant; je größer die Masse, desto größer die ideologische Schlagkraft. Wir Christlichen Gewerkschaften orientieren uns weder am kapitalistischen noch am sozialistischen, sondern am christlichen Menschenbild in seiner personalen Freiheit und menschlichen Würde.

Somit ist das „C“ der
Christlichen Gewerkschaft Metall
nicht Privileg, sondern Programm.

Uns geht es in erster Linie um den Einzelnen in der Gewerkschaft; uns geht es um den freiwilligen Zusammenschluss von Gleichgesinnten, um Menschenwürde, Recht und Freiheit auch in der Arbeitswelt.

Auf diesen Fundamenten ruht unsere gesamte Berufs- und Gesellschaftspolitik. Wer diese Werte bejaht, wer unsere auf diesen Werten aufgebaute Gewerkschaftsarbeit unterstützt, den betrachten wir als Gleichgesinnten und er sollte bei uns mitmachen, egal ob er einer religiösen Gemeinschaft angehört oder nicht.

Wir die Kolleginnen und Kollegen im Bezirksverband sind in zahlreichen Betrieben als Gruppen mit vielen Betriebsräten und Vertrauensleuten aktiv.

Kommen auch Sie zu uns um für eine gute Sache zu kämpfen!

Die CGM verurteilt die Anschläge auf Flüchtlingsunterkünfte aufs Schärfste!

Stuttgart, 24.8.2015.Der Vorsitzende des Landesverbandes Baden-Württemberg der CGM, Markus Malm, ruft zur Mitmenschlichkeit gegenüber den Flüchtlingen auf.

Seit Monaten häufen sich die Übergriffe auf Unterkünfte, in denen Menschen vorübergehend untergebracht sind, die vor Krieg und Terror geflohen sind. Der jüngste Brandanschlag auf ein Gebäude in Baden-Württemberg, in das nach einer Renovierung Asylbedürftige einziehen sollten, ist nun vollständig niedergebrannt und somit langfristig nicht mehr nutzbar.

Markus Malm: „Wir christlichen Gewerkschafter sind entsetzt von dieser Gewaltbereitschaft und von einem derart rohen Umgang mit Menschen, die alles verloren haben und Hilfe brauchen! Gerade bei uns in Baden-Württemberg sieht man doch, wie gut die Unterstützung durch die Bevölkerung ist, weil wir von unserem Wohlstand gerne abgeben, wenn es sich um humanitäre Katastrophen handelt. Bei Brandstiftern und Gewalttätern, die das Grundrecht auf Asyl missachten, muss man aber mit allen Mitteln des Rechtsstaats konsequent und mit voller Härte durchgreifen. Wir als Christliche Gewerkschaft Metall solidarisieren uns mit den Menschen, die unseren Beistand brauchen, weil sie in ihren Ländern verfolgt werden und dort nicht mehr sicher leben können.“

Die CGM steht auf den Grundlagen der christlichen Soziallehre und ist die einzige durch höchstrichterliche Entscheidung anerkannte Gewerkschaft für die Metall- und Elektroindustrie, die Metallhandwerke sowie die IT-Branche in Deutschland. Die CGM ist ihren Mitgliedern persönlicher Ansprechpartner für Arbeits- und Sozialrechtsschutz sowie Weiterbildung und Qualifikation von Betriebsräten und Vertrauensleuten. Sie leistet seit 1899 erfolgreiche und fundierte Tarifarbeit und erarbeitet Stellung­nahmen zum aktuellen politischen Geschehen.

Pressemitteilung – Aus- und Weiterbildung ist Aufgabe der gesamten Solidargemeinschaft!


Stuttgart, 7.8.2015. Die Arbeitswelt ist einem tiefgreifenden Wandel unterworfen. Jetzt, wo wieder ein neuer Jahrgang von Auszubildenden startet, stellt sich erneut die Frage, wie sich von Jahr zu Jahr Ausbildungsinhalte zum digitalen Wandel gut in die Ausbildung integrieren lassen, ohne dass junge Menschen mit zu hohen Anforderungen überfrachtet werden und wie man kontinuierlich alle Generationen von Beschäftigten durch Weiterbildung für die Zukunft rüstet. Andrea Nahles will, dass die Bundesagentur für Arbeit Qualifizierer der Bundesdeutschen wird und die Finanzierung ausschließlich über die Arbeitslosenversicherung möglich machen. So geht es nicht!

,,Wir, als CGM in den Betrieben vor Ort, sind Ansprechpartner für unsere Mitglieder, auch für unseren Nachwuchs. Ob es Berufsinformationstage sind, wo wir Arbeitsbereiche vorstellen oder ob wir alltäglich mit in der Verantwortung stehen, uns um Azubis zu kümmern. Wir Gewerkschafter sind mit den Arbeitgebern zusammen im aktiven Austausch, dass die Aus- und Fortbildung von Fachkräften an vorderster Stelle stehen muss. Aber Einigkeit besteht auch darin, dass dies nicht nur aus den Beiträgen einzelner Gruppen der Solidargemeinschaft finanziert werden darf!“ betont Adalbert Ewen mit Nachdruck.

Deshalb fordern wir, als CGM: Der Wirtschaftsstandort Deutschland muss von uns allen, also im Sinne des Solidarprinzips, gestaltet Aus- und Weiterbildung von uns allen bezahlt werden! Von einer wettbewerbsfähigen und sozialen Marktwirtschaft profitiert schließlich jeder!

Die CGM steht auf den Grundlagen der christlichen Soziallehre und ist die einzige durch höchstrichterliche Entscheidung anerkannte Gewerkschaft für die Metall- und Elektroindustrie, die Metallhandwerke sowie die IT-Branche in Deutschland. Die CGM ist ihren Mitgliedern persönlicher Ansprechpartner für Arbeits- und Sozialrechtsschutz sowie Weiterbildung und Qualifikation von Betriebsräten und Vertrauensleuten. Sie leistet seit 1899 erfolgreiche und fundierte Tarifarbeit und erarbeitet Stellungnahmen zum aktuellen politischen Geschehen.